Markdorf: zwischen Gehrenberg und Bodensee
Markdorf liegt im Linzgau, eingebettet zwischen dem Gehrenberg und dem nördlichen Bodenseeufer, und zählt 14.406 Einwohnerinnen und Einwohner. Von der Südseite des Gehrenbergs öffnet sich ein weiter Blick über die Bodenseelandschaft bis zur Alpenkette, ein Grund, warum die Stadt neben Überlingen und Pfullendorf zu den größten Orten der Region zählt. Die Bevölkerung ist in den vergangenen fünf Jahren um 2,7 Prozent gewachsen, ein moderates, stetiges Plus.
Wirtschaftlich ist Markdorf zweigeteilt. Außerhalb der bebauten Flächen dominieren Landwirtschaft, insbesondere Obst- und Weinbau, sowie Naherholung. Innerhalb der Stadt hat sich dagegen ein Standort für Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie entwickelt, der rund 4.800 Arbeitsplätze bei heimischen Firmen bietet. Viele Einwohner pendeln zusätzlich in die umliegenden Wirtschaftszentren, allen voran Friedrichshafen, das als Oberzentrum des Bodenseekreises gilt. Diese Mischung aus Agrarland und Industriestandort verlangt in der Sicherheitsplanung zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen.
Bezahlbarer Wohnraum im Vergleich zu Friedrichshafen, gute Schulen und eine belebte Innenstadt machen Markdorf zusätzlich für junge Familien attraktiv, die selbst nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten, aber in einem Ort mit dörflichem Kern leben wollen. Diese Zuzügler bringen wiederum neue Ansprüche an Sicherheitstechnik mit, oft aus Städten, in denen Alarmanlagen und Videoüberwachung bereits selbstverständlicher sind als im ländlichen Bodenseekreis.
Kernstadt, Ittendorf und Riedheim: drei Teilorte mit eigenem Charakter
Neben der Kernstadt mit den Weilern Bergheim, Fitzenweiler, Gehrenberg, Möggenweiler und Wangen gehören die beiden 1972 eingemeindeten Teilorte Ittendorf und Riedheim zu Markdorf. Ittendorf, mit den Weilern Bürgberg, Hundweiler, Reute und Wirrensegel, ist landwirtschaftlich geprägt und liegt Richtung Gehrenberg erhöht. Für freistehende Höfe dort planen wir häufig getrennte Meldezonen für Wohnhaus und Scheune, damit landwirtschaftliches Gerät unabhängig vom Wohnbereich gesichert werden kann.
Riedheim, mit Gangenweiler, Hepbach, Leimbach und Stadel, ist heute stärker gewerblich geprägt, unter anderem durch einen Produktionsstandort für Reisemobil- und Bootsmöbel. Die Hochkreuzkapelle zwischen Bergheim und Riedheim gilt als eine der ältesten religiösen Kulturstätten des Linzgaus, das angrenzende Hepbacher-Leimbacher Ried gehört zu den letzten größeren Niedermooren im Bodenseekreis und steht unter besonderem Schutz. Objekte in dieser Randlage, zwischen Naturschutzgebiet und Gewerbefläche, brauchen bei der Kameraplanung besondere Sorgfalt, damit keine geschützten Flächen erfasst werden, wo das nicht nötig ist.

