Romanshorn: Hafenstadt am Bodensee
Romanshorn liegt auf einer Landzunge am südlichen Bodenseeufer und zählte Ende 2024 rund 11.800 Einwohner — 11.775, um genau zu sein, mit weiter steigender Tendenz. Bereits Ende März 2025 waren es 11.779, und die Stadtverwaltung rechnet damit, dass die Marke von 12.000 Einwohnern 2026 fallen könnte. Die Stadt gehört zum Bezirk Arbon und liegt auf 8,73 Quadratkilometern, verglichen mit anderen Thurgauer Städten ein eher kleines Gebiet für die Einwohnerzahl.
Was Romanshorn von den meisten anderen Thurgauer Gemeinden unterscheidet, ist die Lage von Hafen und Bahnhof direkt nebeneinander. Wer mit dem Schiff ankommt, steht praktisch am Gleis; wer mit dem Zug kommt, blickt direkt auf den See. Diese Verzahnung von Wasser- und Schienenverkehr prägt das Stadtbild seit der Eröffnung des Bahnhofs im Jahr 1855 und macht Romanshorn bis heute zu einem der wichtigeren Verkehrsknotenpunkte am Bodensee.
Größter Bodenseehafen der Schweiz: Fähre, Katamaran, Yachthafen
Nach Wasserfläche ist der Hafen von Romanshorn der größte am gesamten Bodensee. Von hier verkehrt die Autofähre der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt AG mehrmals täglich nach Friedrichshafen, ergänzt um den Katamaran, der die Strecke deutlich schneller zurücklegt und im Sommerfahrplan bis in die Abendstunden fährt. Zollstellen auf beiden Seiten – in Romanshorn ebenso wie in Friedrichshafen – sorgen dafür, dass der grenzüberschreitende Verkehr über den See ein Alltagsvorgang ist, kein Ausnahmefall.
Für Freizeitkapitäne kommen zwei Yachthäfen hinzu: 350 Liegeplätze bei der Werft und weitere 128 Plätze im Haupthafen, bewirtschaftet von der SBS AG. Der Bahnhof selbst ist Eisenbahnknotenpunkt für SBB, Thurbo und die Schweizerische Südostbahn, mit gleich drei Linien der S-Bahn St. Gallen. Diese Konzentration aus Fähre, Yachthafen und Bahnverkehr auf engem Raum macht Romanshorn wirtschaftlich interessant, bringt aber auch ein eigenes Sicherheitsthema mit sich: viel Publikumsverkehr, viele Zufahrten, dazu Waren- und Gepäckumschlag rund um die Uhr.
Touristisch wirbt die Region mit dem Bodensee als dem drittgrößten See Mitteleuropas, und Romanshorn profitiert davon mit Hafenrundfahrten und Ausflugsverkehr in der warmen Jahreszeit. Für Ferienwohnungen und Zweitwohnsitze in Seenähe bedeutet das ein Sicherheitsthema, das mit den Jahreszeiten wechselt: Im Sommer sind Balkontüren und Fensterläden häufiger offen, im Winter stehen viele dieser Wohnungen wochenlang leer. Eine Alarmanlage mit Fernzugriff lässt sich für beide Phasen unterschiedlich konfigurieren, ohne dass die Technik selbst getauscht werden muss.

