Sigmaringen: Hohenzollernstadt an der Donau
Sigmaringen liegt am Rand der Schwäbischen Alb im Naturpark Obere Donau und zählt 16.884 Einwohnerinnen und Einwohner auf einer Fläche von 92,84 Quadratkilometern. Bis zur Regulierung des Flusses im Jahr 1975 floss die Donau mitten durch die Innenstadt, heute prägt sie das Stadtbild von einer geordneteren Seite aus. Wahrzeichen der Stadt ist das Hohenzollernschloss, das hoch über dem Fluss thront und bis heute im Eigentum des Fürstenhauses Hohenzollern steht. Zur Unternehmensgruppe des Fürstenhauses mit Sitz in Sigmaringen gehört auch die Zollern GmbH & Co. KG, ein Maschinenbauunternehmen und einer der größten Arbeitgeber im Landkreis.
Als Kreisstadt bündelt Sigmaringen Funktionen, die in vielen Nachbargemeinden fehlen: Landratsamt, Gerichte, Banken, eine Hochschule und mehrere weiterführende Schulen liegen auf engem Raum beieinander. Diese Konzentration an Verwaltung und Bildung unterscheidet Sigmaringen deutlich von den eher landwirtschaftlich oder touristisch geprägten Städten am Bodensee, und sie verlangt Sicherheitskonzepte, die eher an Zutrittskontrolle und Aktenschutz denken als an klassischen Einbruchschutz im Wohnhaus.
Auch die Hofkammer des Fürstenhauses, die bis heute große Wald- und Landwirtschaftsflächen rund um Sigmaringen verwaltet, ist ein sichtbarer Teil dieser Geschichte. Das Schloss selbst ist teilweise als Museum zugänglich und zieht ganzjährig Besucher an, die durch fast tausend Jahre Wohn- und Verwaltungsgeschichte des Fürstenhauses geführt werden. Für ein Objekt dieser Größe und Bedeutung bedeutet Sicherheitsplanung immer eine Abwägung zwischen Publikumsverkehr und dem Schutz historischer Innenräume.
Fünf Stadtteile zwischen Donau und Alb
Neben der Kernstadt gehören die Stadtteile Jungnau, Gutenstein, Laiz, Oberschmeien und Unterschmeien zu Sigmaringen. Jungnau ist seit 1974 eingemeindet und bis heute mit zwei eigenen Stadträten im Gemeinderat vertreten, ein Zeichen für die noch spürbare eigenständige Identität. Bereits 1333 wurde dort die Burg Jungenowe errichtet, später zum Schloss umgebaut; bis 1806 war sie Sitz eines Obervogts. Das Bauwerk wurde später größtenteils abgebrochen, doch der 18 Meter hohe Bergfried blieb erhalten und prägt den Ort bis heute.
Laiz, der bevölkerungsreichste Stadtteil, liegt direkt an der Donau und ist heute stärker mit der Kernstadt verwachsen als die kleineren Teilorte Gutenstein, Oberschmeien und Unterschmeien, die einen ländlicheren Charakter behalten haben. Für Wohnhäuser in diesen kleineren Stadtteilen planen wir häufig Anlagen mit größerem Fokus auf Außensicherung, weil die Nachbarschaft dort weniger dicht ist als in der Kernstadt oder in Laiz.

